Die Tage werden kürzer, die Temperaturen kühler – und viele Golferinnen und Golfer neigen dazu, ihr Training einzuschränken. Doch gerade der Oktober bietet die Chance, dein Golfspiel effizienter und bewusster zu gestalten. Statt stundenlang Bälle zu schlagen, kannst du mit einem klaren Fokus in deutlich weniger Zeit große Fortschritte machen.
Qualität vor Quantität
Statt zwei Stunden planlos auf der Range reichen oft schon 30–45 Minuten mit einem klaren Fokus. Das macht dein Training nicht nur effektiver, sondern auch abwechslungsreicher:
Putten (15 Minuten):
- Auf dem Puttinggrün: verschiedene Distanzen (1 m, 2 m, 4 m) üben und versuchen, drei Putts hintereinander aus gleicher Distanz zu lochen.
- Zuhause: eine Puttingmatte oder der Teppich reichen völlig. Spiele kleine „9-Loch-Runden“ gegen dich selbst – jede Bahn mit einer anderen Distanz.
Chippen (10 Minuten):
- Perfekt mit einem Chippingnetz oder drei klaren Zielen (Handtuch, Eimer, kleines Netz).
- Jeder Treffer ins Ziel gibt Punkte – so wird aus dem Üben ein kleines Spiel, das Spaß macht und die Präzision fördert.
Drives (15 Minuten):
- Statt 50 Bällen reichen 10–12 bewusst geschlagene Drives.
- Jeder Schlag wird komplett durchgespielt: Stand einnehmen, Schwungroutine, Schlag, Balance halten.
- Tipp: Drei Sekunden im Finish stehen bleiben – das zeigt dir, ob du die Kontrolle hattest.
Kurze Aufwärmroutine für kalte Oktobertage.
Der Vorteil kurzer, intensiver Trainingseinheiten: Sie prägen sich besser ein und verhindern, dass du in monotones, ermüdendes Schlagen verfällst. Dein Spiel bleibt stabil, auch wenn du weniger Zeit investierst.
Kälte erhöht das Risiko für Verletzungen
Deshalb solltest du dir vor jedem Schlagtraining fünf Minuten zum Aufwärmen gönnen:
- Arme kreisen (je 20 Sekunden vorwärts und rückwärts).
- Hüfte mobilisieren: Schläger quer über die Schultern legen und den Oberkörper nach links und rechts drehen.
- Leichte Kniebeugen oder Ausfallschritte, um Beine und Rumpf zu aktivieren.
- 5–6 lockere Schwünge mit zwei Schlägern gleichzeitig – das fördert Beweglichkeit und Körperspannung.
- Schon bist du bereit für dein kurzes, knackiges Training.
Mentales Training: Dein unsichtbarer Vorteil.

Gerade wenn weniger Zeit bleibt, kannst du mentale Techniken einbauen
- Stell dir vor, wie dein Ball die perfekte Flugbahn nimmt.
- Spiele im Kopf ganze Schläge oder sogar Löcher durch.
- Verknüpfe deine Routine mit einem klaren Bild – das festigt Abläufe und gibt Sicherheit.
Mentales Training ersetzt zwar keine Praxis, macht deine Einheiten aber nachhaltiger und wirkungsvoller.
Equipment-Tipps für den Herbst
Die dunkleren Tage bringen auch neue Herausforderungen
Mit dem richtigen Equipment bleibst du flexibel:
- LED-Golfbälle: Sie leuchten beim Schlag auf und eignen sich ideal für abendliche Trainingsrunden auf der Range oder im Garten.
- Handwärmer: Ob Gelpads oder kleine Wärmekissen – warme Hände sind Gold wert fürs Gefühl beim Putten und Chippen.
- Funktionale Kleidung: Dünne, wind- und wasserabweisende Schichten sind besser als dicke Jacken, weil sie Beweglichkeit erhalten.
- Indoor-Tools: Puttingmatte oder Chippingnetz sind super, um auch zuhause regelmäßig dranzubleiben.
- Golfballfinder: Besonders in der dunkleren Jahreszeit helfen LED-Ballfinder dabei, verschlagene Bälle leichter wiederzufinden. Das spart Zeit, Nerven – und schont im Training wie auf der Runde die Konzentration.
Die dunkleren Monate schlagen vielen Menschen aufs Gemüt
Golf kann hier zum Stimmungsaufheller werden:
- Tageslicht tanken: Jede Minute draußen hebt die Stimmung und reguliert deinen Biorhythmus.
- Stress abbauen: Bewegung und frische Luft reduzieren Stresshormone.
- Soziale Kontakte: Eine Runde mit Freunden oder im Club verhindert Isolation und gibt Energie.

Golf und mentale Gesundheit
Golf ist mehr als ein Sport – es ist ein Training für Kopf und Charakter. Das Spiel schult Geduld, Konzentration und Gelassenheit. Wer regelmäßig spielt, stärkt seine Resilienz, beugt mentaler Erschöpfung vor und kann depressive Verstimmungen abfedern.
Fazit
Im Oktober gilt: lieber kurz und bewusst trainieren statt lange und zerstreut. Mit klaren Übungen, einer kleinen Aufwärmroutine und smartem Equipment holst du das Maximum aus deiner Zeit. Und wenn dich der Herbstblues erwischt – geh raus auf den Platz. Golf hält dich spielerisch fit, stärkt Körper und Geist und wirkt wie ein natürlicher Stimmungsaufheller.
Nutze den Herbst, um dein Spiel zu fokussieren – und dir selbst etwas Gutes zu tun.
Über Dirk Beyer
Dirk Beyer ist zertifizierter Businesscoach (IHK), Mentaltrainer (DEKRA) und Experte für Führungskräfte- und Teamentwicklung.
Seit 2020 macht Dirk Beyer mit aussergewöhnlichen Aktionen in Verbindung mit dem Golfsport auf bedürftige Kinder oder Seltene Erkrankungen aufmerksam.
Neben zwei Golf-Weltrekorden (2022 und 2023) hat er auch mit zwei Fahrrad-Golftouren von Schleswig-Holstein nach München (2020) bzw. von Hamburg nach Sylt (2024) Spenden im 5stelligen Bereich für die NCL-Stiftung sowie für die Eva Luise und Horst Köhler Stiftung gesammelt.
Nach langjähriger Führungserfahrung u. a. beim ADAC berät er seit 2015 Unternehmen in Norddeutschland zu Themen wie Vertriebsstärkung, Führungscoaching und Burnoutprävention. Er arbeitet in Präsenz und digital. Zu seinen Kunden zählen Mittelständler aus Handwerk, Industrie und Dienstleistung.

















